Nach oben

Gut und Gesund Schlafen

Das perfekte Schlafzimmer: 5 x Schlaf-Physik

Schlaf gehört, wie Essen, zu den biologischen Grundbedürfnissen des Menschen. Zum Überleben ist die Quantität natürlich entscheidend. Für ein gesundes Leben aber ist die Qualität von entscheidender Bedeutung. Wir müssen gut schlafen, um gesund zu sein und wir müssen gesund sein um gut schlafen zu können.

Jeder Mensch wacht 20 - 40 x pro Nacht auf und das ist ganz normal. Da wir meistens sofort wieder einschlafen, erinnern wir uns am nächsten Morgen nicht daran. Die Schlafumgebung dagegen, also das Schlafzimmer und alle Materialien darin, wird im Hinblick auf gesunden Schlaf viel zu wenig beachtet. Doch gerade im Schlaf ist unser Körper gleichzeitig besonders schutzlos und besonders aufnahmefähig unserer Umgebung "ausgeliefert".

ia io meint: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, wieviele Stunden Sie schlafen müssen. Legen Sie aber Wert auf ein gesundes Raumklima, dann schlafen Sie auch gut und gesund.

Um Missverständnissen vorzubeugen: wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht schlafen können, oder sich krank fühlen, weil Sie nicht genügend Schlaf finden, müssen Sie sich in ärztliche Behandlung begeben. Doch es gibt weitere Faktoren für einen gesunden, erholsamen Schlaf. Sich müde, satt, gesund und sicher zu fühlen ist die optimale Voraussetzung. Das Schlafhormon Melatonin z.B. schütten wir aus, wenn wir uns tagsüber mindestens 30 Minuten draußen körperlich bewegt haben. Wir müssen uns auch sicher fühlen um entspannen zu können.

Eine Rückbesinnung auf natürliche Materialien liegt zum Glück im Trend. Glauben Sie aber nicht alles, was Ihnen als "gesund" verkauft werden soll. Wenden Sie sich Ihrer Gesundheit zuliebe an Unternehmen, die sich auf ökologisch unbedenkliche Materialien spezialisiert haben und wissen, welche Siegel wirklich "bio" sind. Dies sind die speziell von ia io für Sie entwickelten Gesundheitstipps für die optimale Schlafumgebung:

DUNKEL - RUHIG - BEQUEM - WOHLTEMPERIERT - AROMATISCH  sollte das Schlafzimmer sein !

 
  • Das dunkle Schlafzimmer:

Optimal wäre es, im Einklang mit der Natur zu schlafen: wenn es draußen dunkel ist. Doch so einfach ist es natürlich nicht. Unser Lebensrhythmus lässt dies oft nicht zu bzw. wer möchte sich überhaupt noch danach richten? Absolute Dunkelheit gibt es auch kaum, heute weniger als je zuvor. Für die Ausschüttung des Melatonins wäre dies zwar förderlich, aber die meisten von uns würden in vollkommener Schwärze vermutlich sogar ehr schlecht schlafen weil es ein bißchen unheimlich wäre. Dunkle, dichte Vorhänge sind aber auf jeden Fall von Vorteil. Um das Licht ganz auszuschließen eignen sich Schlafmasken sehr gut.

Wo Dunkelheit ist, gibt es auch Licht. Licht und Farben beeinflussen direkt unser Nervensystem. Entscheidend ist es deshalb, auf das richtige Lichtspektrum zu achten: Vermeiden Sie hell leuchtende Wecker im Schlafzimmer und das bläuliche Licht von TV-Geräten, Mobiltelefonen etc. bereits 1-2 Stunden bevor Sie schlafen gehen. Deckenlampen im Schlafzimmer sind übrigens ehr ungeeignet, da das Licht ungerichtet streut und das Auge überanstrengt wird. Ein Muss dagegen sind Nachttischlampen mit einem warmen Leuchtmittel. Ideale Wandfarben sind neutral und ruhig.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, wählen Sie einen Raum mit Fenstern nach Osten, das Morgenlicht beeinflusst den Schlafrhythmus positiv.

  • Das ruhige Schlafzimmer:

Einigermaßen ruhig sollte die Umgebung selbstverständlich sein. Doch auch hier gilt: totale Stille würde uns ängstigen, wobei die individuelle Geräuschempfindlichkeit unterschiedlich ist.

Laute Geräusche von draußen können nur geschlossene Fenster in der geeigneten Schallschutzklasse mindern. Doch auch Menschen auf dem Land können bei geöffnetem Fenster von Vogelgezwitscher geweckt werden. Hier ist es ehr die Frage, ob einem das zu laut ist oder ob es einen wohlig seufzen lässt.

Geräusche können effektiv durch schallschluckende Materialien gedämpft werden. Alles, was weich ist, schluckt Schall: dicke Vorhänge, Teppiche, Sessel. Gegen Schnarchgeräusche des Partners helfen wohl nur Ohrstöpsel .....

Übrigens: zum Thema "ruhiges Schlafzimmer" gehört auch die optische Ruhe! Verbannen Sie deshalb Pappkartons vom Kleiderschrank, trocknen Sie Ihre Wäsche bitte woanders. Ihr Schlafzimmer ist keine Abstellkammer und Sie selbst sollten sich nicht wie alte Socken dazwischen aufbewahren. Denken Sie auch daran, dass Sie in einem Schlafzimmer schlafen, nicht im Arbeitszimmer.

  • Das bequeme Schlafzimmer:

Investieren Sie in eine gute Matratze bzw. ein Schlafsystem mit passendem Lattenrost. Gute Matratzen sind teuer, aber ein absolutes „Muss“. Latex bietet einen hohen Schlafkomfort, optimale Punktelastizität und Feuchtigkeitsaufnahme. Wichtig: Achten Sie unbedingt auf reines Naturlatex denn konventionelle Latexmatratzen werden aus Rohöl hergestellt.

Sparen können Sie ehr beim Bettrahmen, zur Not genügt eine einfache Halterung auf Füßen. Am besten, man probiert im Geschäft aus, wie man liegt (Kennen Sie den Bettenkauf-Sketch von Loriot? "Wir empfehlen das klassische Horizontalensemble").

Für Kissen kann man keine einheitliche Empfehlung geben. Material, Größe, Dicke – jeder Mensch hat andere Präferenzen. Man kann wirklich nur ausprobieren und Fehlkäufe lassen sich manchmal nicht vermeiden. Vielleicht finden Sie jemanden, mit dem Sie tauschen können? Oder Sie kaufen ein Kissen, dessen Füllmenge Sie selbst bestimmen können.

  • Das wohltemperierte Schlafzimmer:

Jeder Mensch hat ein individuelles Wärmeempfinden. Es lassen sich aber ein paar Grundregeln feststellen.

Ein Schlafzimmer muss nicht unbedingt kalt, das Fenster nicht die ganze Nacht geöffnet sein. Früher war es üblich, in kalten Schlafzimmern zu schlafen. Das hatte Sparsamkeitsgründe. Die Häuser waren schlecht gedämmt, Heizen teuer und aufwendig. Mit der Zeit nahmen die Menschen an, sich so abzuhärten. Tatsächlich verursacht ein zu kaltes Zimmer im Winter Muskelverspannungen und Schimmel.

Gegen Kälte hilft es am besten, tagsüber zu heizen und nachts die Heizung abzudrehen (sonst ist die Luft zu trocken), eine warme Decke und warme Socken.

Decken aus Schafschurwolle sind besonders Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleichend.  Die Bettwäsche sollte natürlich aus Naturmaterialien in hoher Bio-Qualität sein. Bettwäsche aus Mikrofaser ist ein Graus, sie kann keine Feuchtigkeit aufnehmen, ein Temperaturausgleich kann nicht funktionieren und der Körper schwitzt und friert zugleich.

Gegen Hitze im Sommer helfen wärmespeichernde Materialien: Steinwände und naturbelassene Dämmung. Fenster sollten tagsüber möglichst von außen vor Sonneneinfall geschützt werden und geschlossen sein. Wenn es nicht zu laut ist (und von Einbrechern keine Gefahr ausgeht), sollten nachts die Fenster geöffnet sein, möglichst quer gelüftet. Ein dünnes Laken oder eine Bettdecke ohne Füllung eignen sich prima zum zudecken. Ohne Decke unterkühlt man auch im Sommer schnell.

Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftaustausch müssen aufeinander abgestimmt sein. D.h. Wände und Textilien im Bett müssen nachts die entstehende Feuchtigkeit aufnehmen und tagsüber wieder abgeben können.

Unser Tipp für den Sommer: Nachts und Morgens lüften, tagsüber die Fenster und Vorhänge schließen.

Unser Tipp für den Winter: Morgens und Abends kräftig querlüften. Tagsüber die Heizung an- und nachts abdrehen.

  • Das aromatische Schlafzimmer:

Naturreine Düfte helfen wunderbar zu entspannen. Ein paar Tropfen echtes ätherisches Lavendel- oder Rosenöl auf dem Kopfkissen oder ein Kissen mit Zirbenholzspänen sind einfach herrlich. Doch zum aromatischen Schlafzimmer gehört mehr.

Jede Person produziert ca. 0,5 l bis 1 l Feuchtigkeit im Schlaf. Verbrauchte Luft ist feucht und kalt, deshalb ist richtiges Lüften wichtig. Fenster sollten entweder weit geöffnet oder ganz geschlossen sein. Stellen Sie Ihre Fenster möglichst nie auf Kippstellung. Eine Luftzirkulation kann so nicht stattfinden. Stattdessen kühlen Fensterlaibungen, Wände und Boden in Fensternähe stark aus und Schimmelbildung wird gefördert, denn an kalten Bauteilen setzt sich Feuchtigkeit ab.

Je größer der Temperaturunterschied zwischen Innen und Außen, desto schneller funktioniert der Luftaustausch. Im Sommer sollten Sie mindestens 30 Minuten lang alle Fenster und Türen weit öffnen, zwei- bis dreimal täglich. Im Winter bei -10°C genügt es, morgens und abends 5 - 10 Minuten quer zu lüften. Frische Luft erwärmt sich anschließend schneller, was Heizkosten spart.

Lüften Sie morgens auch unbedingt das Bett indem Sie die Decke aufschütteln und weit zurückschlagen um Hausstaubmilben keine Chance zu geben. "Machen" Sie Ihr Bett frühestens nach 30 Minuten ordentlich. Wechseln Sie Ihre Bettwäsche regelmäßig alle zwei Wochen, im Sommer auch öfter. Dabei nicht vergessen die Matratze abzusaugen bevor das frische Laken aufgezogen wird. Und wenden Sie die Matratze auch regelmäßig: abwechselnd seitlich und Kopfüber.

Falls Sie vorhaben, Ihr Schlafzimmer zu renovieren, verwenden Sie möglichst atmungsaktive Baumaterialien. Lehm- oder mineralischer Putz und ein Anstrich mit Kalk- oder Silikatfarben sind perfekt. Lassen Sie sich von einem Fachunternehmen beraten, das sich mit Biofarben auskennt.

Vermeiden Sie außerdem Elektrosmog. Ihr Bett sollte mindestens 1 m Abstand zu Wecker, Telefon und Kabeln (auch in der Wand!) haben. Verbannen Sie Halogenlampen (die Transformatoren erzeugen ein starkes magnetisches Feld) und Computer.

Und vergessen Sie nicht, dass Ihre Haut das größte Atmungsorgan ist. Alles, was direkt mit Ihrem Körper in Berührung kommt (zusätzlich zu Ihrem Partner), hat nicht nur einen großen Einfluss auf den Schlaf, sondern auf Ihre gesamte Gesundheit. Umgeben Sie sich besonders Nachts, wenn der Körper auf Regeneration eingestellt ist, nur mit unbelasteten, ökologisch einwandfreien Materialien und Textilien. Denken Sie daher insbesondere an die richtige Bettwäsche. Meiden Sie günstige, chemisch gebleichte und mit giftigen Farbstoffen bedruckte bunte Bettwäsche, nervenschädigende Azofarben sind bei uns zwar nicht erlaubt, viele Hersteller umgehen diese Verbote jedoch einfach durch Importe und mehrmaliges Waschen in den Herstellungsländern. Auch teure, sogenannte „Designerbettwäsche“ bildet da oft keine Ausnahme, hier bezahlen Sie für den Markennamen, nicht für gute Qualiät. Investieren Sie Ihrer Gesundheit und Ihrem Wohlbefinden zuliebe in gute Bettwäsche die aus reinen Biofasern und in hochwertiger anschmiegsamer Webung gefertigt wurde. Den wohligen Effekt spüren Sie sofort und Sie werden auch langfristig viel Freude daran haben.

Verzichten Sie auf Weichspüler, da dieser die Feuchtigkeitsaufnahme der Bettwäsche verringert.

Sagen Sie besonders im Schlafzimmer dem Staub den Kampf an, er sammelt sich gern als Staubmonster unter dem Bett. Wischen Sie deshalb Boden, offene Regale und oben auf Schränken einmal pro Woche feucht durch. Übrigens: Pflanzen tragen auch und gerade im Schlafzimmer zu einem gesunden Schlafklima bei.

Fazit:

Investieren Sie in sinnliche, gesunde Materialien. Wenn Sie mal nicht einschlafen können, lenken Sie Ihre Gedanken auf diese genussvolle Umgebung, entspannen Sie sich und fühlen Sie sich wohl. Genießen Sie ihr Schlafzimmer ganz bewußt. Das ist kein Luxus, sondern Grundvoraussetzung für Ihre Gesundheit. Gönnen Sie sich viele erholsame Nächte und schlafen Sie gut !

 

 

Geschrieben von: Support am 06.12.2015





  

 

Newsletter
E-Mail Adresse angeben

Format

FOLGEN SIE UNS
Zahlungsmöglichkeiten

Powered by Koobi:SHOP 7.7 © dream4®
Erfahrungen & Bewertungen zu ia io - Bio Bettwsche
Renovieren und Einrichten